Meine Bücher

Tiefe Wunden
Der 3. Fall für Bodenstein und Pia Kirchhoff
Ein 92-jähriger Holocaust-Überlebender wird in seinem Haus im Taunus mit einem Genickschuss getötet. Bei der Obduktion macht der Arzt eine seltsame Entdeckung: Der Arm des Toten trägt die Reste einer SS-Blutgruppentätowierung. Dann geschehen zwei weitere Morde, die Hinrichtungen gleichen. Welches Geheimnis verband die Opfer miteinander? Hauptkommissar Oliver von Bodenstein und seine Kollegin Pia Kirchhoff ermitteln.
Erschienen: September 2009
ISBN 978-354-860-9027, 478 Seiten, € 8,95
LIST Taschenbuchverlag, Berlin
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Stimmen zum Buch:
"... Nele Neuhaus wagt sich Buch für Buch weiter in interessantere Verflechtungen und erzählt dabei immer spannende Geschichten. Für mich ist die Autorin eine der wichtigsten Neuentdeckungen deutscher KriminalschriftstellerInnen ..." www.buchtips.net
" ... Tiefe Wunden führt einen immer wieder auf falsche Fährten - sobald man denkt, man hat die Lösung gefunden, passiert wieder etwas Unerwartetes und es kommt ganz anders. Wirklich absolut spannend!" Hendrikje Adriani, Berlin, auf www.buch.ch
"... Nele Neuhaus hat mit ihrem 3. Krimi rund um das Ermittlerduo Kirchhoff/Bodenstein wieder einen äußerst spannenden Roman mit einer interessanten und vor allem erschütternden Story abgeliefert. Klare Leseempfehlung!" www.lovelybooks.de
" ... Ein Buch über Rache wie ich noch keines gelesen habe. Mit Tiefe Wunden hat Nele Neuhaus ein Prachtstück an Kriminalroman abgeliefert." www.kwick.de
" ... Nele Neuhaus ist für mich die 'Scheherazade' unter den deutschen KrimiautorInnen. Ihrem Erzählstil kann man sich einfach nicht entziehen." www.buechereule.de

Unter Haien
Die New Yorker Investmentbankerin Alex Sontheim hat sich durch Intelligenz und Zielstrebigkeit eine Position erarbeitet, von der andere nur träumen. Sie ahnt aber nicht, dass sie ihren Sachverstand und ihr Insiderwissen in eine Kartell von ausgeklügelter Wirtschaftskriminalität investiert. Selbst als Bürgermeister Nick Kostidis, unbeirrbarer Kämpfer gegen die Kriminalität in New York City, die junge Frau warnt, will sie nichts davon hören. Erst ein Attentat auf die Familie des Bürgermeisters und Unstimmigkeiten in ihrer Firma wecken ihr Misstrauen. Alex beginnt auf eigene Faust zu recherchieren und macht eine ungeheuerliche Entdeckung, die sie in tödliche Gefahr bringt.
Erscheinungstermin: November 2009 Rezension bei der Krimi-Couch
ISBN: 978-3-941688-04-9, ca. 600 Seiten, € 15,00 Rezension Leselust.de
Prospero-Verlag Münster-Berlin

Eine unbeliebte Frau
Der 1. Fall für Bodenstein und Pia Kirchhoff
Eine Ladung Schrot aus dem eigenen Jagdgewehr beschert dem Frankfurter Oberstaatsanwalt ein schnelles, wenn auch sehr hässliches Ende. Die schöne junge Frau, die tot am Fuß eines Aussichtsturmes im Taunus liegt, ist viel zu unversehrt, um an den Folgen eines Sturzes gestorben zu sein. Kriminalhauptkommissar Oliver von Bodenstein und seine neue Kollegin Pia Kirchhoff sind sich einig: Der erste Todesfall war ein Selbstmord, der zweite jedoch ein Mord. Bald häufen sich sowohl die Motive als auch die Verdächtigen.
Erschienen im April 2009
ISBN: 978-3-548-60887-7, 382 Seiten, € 8,95
LIST-Taschenbuchverlag, Berlin
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Mordsfreunde
Der 2. Fall für Bodenstein und Pia Kirchhoff
Ein Tierpfleger des Opel-Zoos im Taunus macht eine grausige Entdeckung: Im Elefantengehege liegt eine menschliche Hand. Die dazugehörige Leiche finden Kommissar Oliver von Bodenstein und seine Kollegin Pia Kirchhoff von der Hofheimer Kripo in einer frischgemähten Wiese gegenüber dem Zoogelände. Der Tote war ein Lehrer und vehementer Umweltschützer, der wegen seines Charismas von vielen Schülern glühend verehrt wurde - und voneinigern Einwohnern der Stadt ebenso sehr gehasst. Doch liegt hier das Motiv für einen Mord?
Erschienen: April 2009 ISBN: 978 354 860 8860, 400 Seiten, € 8,95
LIST Taschenbuchverlag, Berlin
Rezension
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Schneewittchen muss sterben
Der 4. Fall für Bodenstein und Pia Kirchhoff
Erscheint im Juli 2010

Das Pferd aus Frankreich
Die dreizehnjährige Charlotte darf im Reitstall in Bad Soden das Springpferd Gento pflegen. Doch bevor sich ihr großer Traum erfüllt und sie den braunen Wallach einmal reiten darf, wird er verkauft. Für Charlotte bricht eine Welt zusammen. Sie schwört sich, nie mehr den Reitstall zu betreten. Im Sommerurlaub auf der Insel Noirmoutier in Frankreich sieht sie Reiter am Strand. Mit ihrem Vater fährt sie zum Reitclub. Der erste Ausritt am Meer wird zum Abenteuer. Als der verängstigte Won Da Pie Vertrauen zu ihr fasst und der Reitlehrer Nicolas sie auf ihm reiten lässt, lernt Charlotte ihre Angst zu überwinden. Trotz einiger Rückschläge versteht sie nun, was Reiten lernen wirklich bedeutet.

Won Da Pie
Die Fortsetzung von "Das Pferd aus Frankreich" als E-Book.
Lesen Sie hier ..
Wie alles anfing ...
Meine erste Geschichte schrieb ich im Alter von fünf Jahren, handschriftlich in ein Schulbuch. Auch die zweite Geschichte "Jessica - Abenteuer im Reitstall" schrieb ich noch mit dem guten, alten Pelikan-Füller, ungefähr 1981. Diesmal reichte ein Heft nicht, es wurden vier oder fünf, die ich jeweils aneinanderklebte und später mit Tesafilm band.
Einige Jahre später bekam ich zu Weihnachten eine gelbe Reiseschreibmaschine geschenkt. Auf ihr entstanden in den folgenden Jahren unzählige weitere Geschichten, ich tippte in jeder freien Sekunde Pferdegeschichten, Drehbücher und vieles andere mehr. Einiges habe ich aufgehoben, das Meiste wanderte in den Papierkorb. Aber schon früh stand für mich fest, dass ich Schriftstellerin werden wollte.
Traumberuf Schriftstellerin
Das Ende der Schulzeit nahte, meine Klassenkamerad/innen unterschrieben Lehrverträge und schrieben sich bei verschiedenen Universitäten ein. Es hätte vermessen geklungen, und wahrscheinlich wäre ich herzlich ausgelacht worden, hätte ich auf die Frage "Was willst du werden?" die wahre Antwort gegeben. Jeder Mensch weiß, dass Schriftstellerei eine brotlose Kunst ist und meine Eltern wären sicher verzweifelt und hätten mich vor ihrem geistigen Auge wahrscheinlich noch mit fünfzig in ihrem Keller an meiner Schreibmaschine hocken sehen.
Also tat ich, was sich nicht vermeiden ließ: ich verdiente Geld. Eine kaufmännische Lehre kam für mich nicht in Frage, mit Zahlen, Buchführung und Mathematik wollte ich nie mehr etwas zu tun haben! Gerne hätte ich Filmwissenschaften studiert, aber meinen Eltern war es etwas unheimlich, mich nach Berlin oder München zu schicken. Dann ergab es sich, dass ich eine Stelle als Sekretärin in der Firma bekam, in der ich in den Ferien häufig gejobbt hatte. Ich verdiente sofort Geld, kein mageres Lehrlingssalär. Innerlich war ich nach wie vor fest davon überzeugt, dass ich eines Tages meinen heimlichen Traum verwirklichen würde. Unerschütterlich schrieb ich immer weiter, für die Schublade und meistens, ohne das Ende hinzubekommen. Aber eins habe ich in dieser Zeit gelernt: Schreiben ist Handwerk und Übung macht den Meister. Allerdings war ich damals noch sehr weit davon entfernt, ein echtes Buch zu schreiben.
Nur nicht aufgeben!
Die Jahre gingen ins Land. Ich lernte meinen Mann kennen und die nächsten Jahre gehörten unseren Pferden und der Arbeit in der Fleischwarenfabrik meines Mannes. Ein paar Semester Jura an der Uni Frankfurt machten mir deutlich, dass das nicht meine Zukunft sein würde. Lehrreich waren sie dennoch. Schreiben - mittlerweile am PC - blieb ein Hobby, für das mein Gatte überhaupt kein Verständnis aufbrachte. Aber ich ließ mich durch ihn nicht entmutigen. Irgendwie gelang es mir, über Jahre hinweg (jeden Tag nur ein, zwei Stunden, manchmal weniger) ein 1000 Seiten dickes Manuskript über eine Investmentbankerin in New York fertigzuschreiben. Zur Schreibarbeit kam eine umfangreiche Recherche, damals war das Internet noch nicht so weit wie heute, ich musste einen ganzen Haufen Bücher lesen. Eines Tages war Unter Haien nach vierjährigem Schubladenaufenthalt fertig. Ich suchte einen Verlag. Natürlich passierte mir das, was wohl jedem Möchtegern-Autor passiert: es hagelte vorgedruckte, mehr oder weniger höfliche Absageschreiben - nur einmal bekam ich nach zwei Tagen eine begeisterte Zusage. Bei genauerem Hinsehen erwies sich der euphorische Verlag als einer dieser ominösen Zuzahlverlage, sie wollten von mir DM 60.000, um mein Buch zu drucken. Das konnte es nicht sein! Aber niemand sagte mir, woran es lag, ich bekam erste Zweifel an der Qualität meines Werkes und an mir selbst.
Ende 2004 las ich im Internet zum ersten Mal von der Möglichkeit, sein Buch kostengünstig selbst drucken zu lassen. Das Zauberwort hieß 'Book on demand'. Ich machte mich schlau und wusste: DAS ist es!!! Nimm dein Glück selbst in die Hand und versuche es!
"Books on demand" - eine (gute) Alternative ...
Sogenannte Books on Demand-Verlage drucken jedes Buch, es sei denn, der Inhalt ist politisch nicht korrekt. Es funktioniert vereinfacht dargestellt so: Man stellt sein Manuskript als Word-Datei dem Verlag zur Verfügung und entscheidet sich, ob es genau so übernommen werden soll, oder ob man noch ein Lektorat, ein Korrektorat oder was auch immer haben möchte. Der Verlag entwirft ein Buchcover, kümmert sich um die ISBN und alles, was sein muss. Dann wird nach Freigabe durch den Autor gedruckt. Hardcover, Softcover, Paperback, es gibt Dutzende Möglichkeiten. Ich habe bisher vier Mal mit dem Münsteraner Verlag Monsenstein & Vannerdat zusammengearbeitet und war immer zufrieden. Die Betreuung ist professionell, die Beratung gut und ehrlich, die Preise sind fair.
Aber: Als Autor muss man eines wissen: wenn das Buch gedruckt ist, war es das dann auch. Um Werbung, Vermarktung und ähnliches kümmern sich diese Verlage nicht. Sie sind - und das soll nicht negativ klingen - reine Dienstleister, also bessere Druckereien. Kleine Auflagen sind zumeist so teuer in der Herstellung, dass der Autor nichts daran verdient. Eigentlich befriedigt diese Art des Publizierens eher das Ego des Schreibers nach dem Motto: ich habe ein Buch geschrieben (vanity publishing). Nur selten werden aus Büchern, die in Books on Demand-Verlagen erschienen sind, Bestseller.
Reich werden mit Bücherschreiben?
Ich kalkulierte sehr genau, welches Risiko ich eingehe. Von "Unter Haien" habe ich zuerst 500 Exemplare drucken lassen und den Preis von EUR 16,90 pro Buch festgelegt. Für ein Taschenbuch ist das teuer, für eine völlig unbekannte Autorin ein Wagnis, denn ich konnte natürlich nicht absehen, wie sich das Buch verkaufen würde. Ich habe die ganze Auflage gekauft und bezahlt, die Bücher in Kisten in den Keller gestellt und gehofft, dass ich sie verkauft haben würde, bevor wir eines Tages mal umziehen. Meine Sorge war unbegründet. Nach vier Wochen waren alle fünfhundert Bücher weg, ich ließ tausend Exemplare nachdrucken, später noch einmal fünfhundert und so weiter. Mittlerweile erscheint Unter Haien in einer 6. Auflage.
Mein erster Taunus-Krimi "Eine unbeliebte Frau" habe ich gleich in einer größeren Auflage drucken lassen. Sie hat sich seit dem ersten Erscheinen am 18. November 2006 bis heute über 10.000 Mal verkauft, die vierte Auflage ist derzeit in Druck. Mein Buch "Mordsfreunde" erschien im November 2007 in einer Startauflage von 5.000 Exemplaren.
Mittlerweile bekomme ich Tantiemen von meinem Verlag. Und einen Vorschuss für's Schreiben. Das ist zwar kein Vergleich mehr mit den Margen, die ich als Selbstverlegerin hatte, aber auf der anderen Seite hat ein so großes Verlagshaus wie die Ullstein Buchverlage unvergleichlich mehr Möglichkeiten, was Vermarktung und Vertrieb betrifft. Ich bin natürlich auch in der ausgesprochen glücklichen Situation, dass ich nicht vom Schreiben meinen Lebensunterhalt bestreiten muss - dafür arbeite ich tagein tagaus in unserer Firma. Insofern kommt für mich der Verdienst erst an zweiter Stelle...
Die Vermarktung ist das A und O ...
Natürlich hatte ich mir als Selbstverlegerin und damit auch Selbstvermarkterin vorher genau überlegt, wie ich meine Bücher an den Leser und die Lesrin bringen kann. Das ist beileibe kein einfaches Unterfangen, denn es gibt wahrhaftig mehr als genug Bücher auf dem deutschen Markt. Kein Buchhändler reißt einem unbekannten Autor sein Produkt aus den Händen!
Ich fing an, mein erstes Buch bei uns in der Firma anzubieten. Ich ging zu den Buchhandlungen in der Umgebung, manche nahmen es, andere nicht. Ich trat mit der Presse in Kontakt, Lokal- und Regionalzeitungen druckten Artikel über mich, ich wurde in eine Talkrunde bei einem regionalen Fernsehsender eingeladen. Ganz zu Anfang veranstaltete ich eine "Buchpräsentation", zu der ich alle Freunde und Bekannte einlud und bei Sekt und Häppchen mein neues Buch vorstellte. Übrigens: für die Buchpräsentation von "Mordsfreunde" drei Jahre später musste ich schon die Kelkheimer Stadthalle anmieten, so groß war der Andrang!
Und ich machte immer wieder Lesungen. Zuerst vor ganz kleinem Kreis mit einem Vorleser, später dann alleine. Heute kommen manchmal über hundert Leute zu einer Lesung von mir. Immer wieder bekomme ich tolle Angebote und ausgefallene Locations angeboten: Eine Lesung mit Weinprobe, ein Krimi-Dinner, eine Lesung mit Frühstück auf der Königsteiner Burg - aber auch die klassischen Lesungen in einer Stadtbücherei oder einer Buchhandlung sind wirklich toll. Der Kontakt zu meinen Lesern gefällt mir.
Nicht von Nachteil waren auch die guten Kritiken im Internetforum Krimi-Couch. Über Amazon verkaufte ich regelmäßig und gut.
Ullstein
Im Januar 2008 kam es in meiner Schriftstellerkarierre zu einer sehr großen, wundervollen Veränderung, denn eine Lektorin des renommierten Ullstein-Verlages meldete sich bei mir. Die Verlagsvertreterin hatte von ihrer Frühjahrsreise durch die Buchhandlungen ein Exemplar der "Mordsfreunde" mit nach Berlin gebracht. Dort war man begeistert und fragte an, ob ich Interesse an einer Zusammenarbeit hätte. Ich überlegte - aber nicht lange! Mit meiner Art des Verlegens war ich an die Grenzen meiner Möglichkeiten gestoßen. Mir fehlten Geld und Zeit für großangelegte Werbung, mir fehlten die Vertriebsschienen, außerdem hatte ich keine Lust dazu. Ich wollte meine Zeit zum Schreiben nutzen. Außerdem hatte ich seit jeher eine besondere Affinität zu Ullstein, denn als Kind war die Eule mein Lieblingstier, und im Ullstein-Verlag sind einige meiner Lieblingsbücher erschienen.
Wenig später reichte ich ein Expose für einen neuen Taunuskrimi ein, das in der Redaktion guten Anklang fand. Daraufhin bekam ich einen Verlagsvertrag von Ullstein und machte mich an die Arbeit. "Tiefe Wunden" wird im September 2009 bei List/Ullstein erscheinen. Und auch "Eine unbeliebte Frau" und "Mordsfreunde" wurden ins Verlagsprogramm als Backlisttitel übernommen und sind bereits im April 2009 erschienen. Diese Chance bei Ullstein war und ist phänomenal - ich bin sehr glücklich, denn ich habe meinen heimlichen Traum verwirklichen können: Ich bin Schriftstellerin!
Die Zukunft
Tiefe Wunden schaffte es kurz nach Erscheinen im August 2009 in die Spiegel-Bestsellerliste. Tatsächlich - meine Bücher bestehen auch vor großem Publikum in ganz Deutschland bestehen können. Die Zusammenarbeit mit einem großen Verlag wie den Ullstein-Buchverlagen ist für mich eine große Chance, die ich nutze. Natürlich trage ich selbst viel zum Erfolg bei, in dem ich zahlreiche Lesungen mache und versuche, im Internet stets aktuell präsent zu sein.
In Kürze werde ich einen Vertrag mit dem Thienemann-Verlag unterschreiben und eine auf drei Bände angelegte Reihe von Jugendbücher mit "pferdigem" Hintergrund schreiben. Der erste Band soll 2011 erscheinen.
Und auch "Unter Haien" wird im November 2009 aus dem Books-on-demand-Schatten heraustreten und beim Prospero-Verlag erscheinen.
Alles hat sich unglaublich schnell und wunderbar entwickelt. Und ich arbeite voller Energie und mit viel Freude daran, dass es weiterhin so gut läuft wie bisher.
Eins weiß ich mit Sicherheit: Schreiben ist mein Leben! Ich werde nie damit aufhören, solange es Menschen gibt, denen meine Bücher gefallen. Und wenn es niemanden mehr gibt, dem sie gefallen, dann schreibe ich wieder ganz für mich selbst. Denn das tue ich sowieso in erster Linie. Ich danke Gott für das Talent, das er mir gegeben hat, und auch für die Chancen, die ich bekommen habe. Allerdings hätte ich diese nie bekommen, hätte ich mein Glück nicht selbst in die Hand genommen und den Schritt in die Veröffentlichung damals gewagt.
Deshalb mein Tipp für alle Nachwuchsautoren: schreiben, schreiben, schreiben! Selbstkritisch sein! Lesen, lesen, lesen - um den eigenen Stil zu verbessern. Kritische (und aufrichtige) Probeleser suchen. Immer weiter am Text feilen, wenn es sein muss, ein Dutzend Mal. Es geht immer noch etwas besser. Und dann - wagt es! Auch erst mal mit Book on demand. Denn es ist ein unvergleichliches Gefühl, sein erstes eigenes Buch in Händen zu halten!
Und zum Schluss: Wer mir Glück wünscht, dem wünsch ich's auch!!! :-))

Eifel-Krimis, Allgäu-Krimis - und nun ein "Taunus-Krimi"
Die Urfassung von "Eine unbeliebte Frau" schrieb ich im Jahr 2001. Mit Oliver von Bodenstein habe ich einen Hauptkommissar erfunden, der im Gegensatz zu vielen "Berufskollegen" in der Literatur ein intaktes Familienleben hat und kein kaputter Typ ist. Ich empfinde es immer als deprimierend, wenn man ein Buch liest, in dem die Hauptfigur von Problemen schier erdrückt wird. Deshalb ist Bodenstein ein ganz normaler Mensch mit ganz normalen Sorgen, der aber vor allen Dingen genug Raum lässt, um die anderen Charaktere handeln und leiden zu lassen.
Vor allen Dingen wolllte ich, nachdem ich geistig mit "Unter Haien" viel Zeit in New York City verbracht hatte, eine Geschichte schreiben, die in "meiner" Gegend, sprich: in Kelkheim und Umgebung spielt. Ich bin nämlich der Meinung, dass gerade der Main-Taunus-Kreis mit seiner Nähe zu Frankfurt großartige Möglichkeiten für ein interessantes Buch liefert.
Die meisten Charaktere in "Eine unbeliebte Frau" sind frei erfunden, aber natürlich ist kein Autor der Welt davor gefeit, gelegentlich und in Ansätzen Autobiografisches in seine Werke einzubringen.

Der ortskundige Leser wird merken, dass es viele Orte, die in meinem neuen Roman vorkommen, tatsächlich gibt, so zum Beispiel den Atzelbergturm zwischen Ruppertshain und Eppenhain, den "Zauberberg" in Ruppertshain, das Restaurant "Merlin" (übrigens mein Lieblingsrestaurant - ich kann besonders die hausgemachten Tortelloni mit Salbei, Pfifferlingen und Knoblauch empfehlen ...), die ARAL-Tankstelle an der A 66 und so weiter.
Einige Dinge habe ich mir aber auch einfach einfallen lassen. Die Tierklinik in Ruppertshain gibt es in Wahrheit nicht, ebensowenig wie Schloss Bodenstein, dem der Rettershof zum Opfer fiel, oder Gut Waldhof.
Das ist "künstlerische Freiheit" ...
Ich hoffe, dass "Eine unbeliebte Frau" meine Leser ebenso gut unterhalten wird wie "Unter Haien", auch wenn es eine ganz und gar andere Art von Roman ist.

"Unter Haien" ist nicht mein erstes Buch - aber das erste, das ich veröffentlicht habe.
Die Idee, einen Roman zu schreiben, der in New York spielt, kam mir während eines Aufenthaltes in New York, der faszinierendsten und aufregendsten Stadt der Welt. Nach und nach entwickelte sich eine Geschichte in meinem Kopf, und irgendwann im Jahr 1998 setzte ich mich an meinem Computer und begann, die Geschichte zu schreiben.
Ich recherchierte sehr gründlich, las zahlreiche Bücher über die New Yorker Mafia, über den Insider-Trading-Skandal in den achtziger Jahren, über Computerhacking, ja, ich wurde ein echter Spezialist, während ich in jeder freien Minute, ob auf dem Pferderücken, beim Hundespaziergang oder beim Einschlafen, Zwiesprache mit meinen erdachten Figuren hielt, mich in sie hineinversetzte, ihre Charaktere entwickelte und sie immer besser kennen lernte.
Das eigentliche Schreiben ging vergleichsweise schnell, denn ich kannte meine Hauptfiguren mittlerweile so gut wie man alte Freunde kennt. Der erste Entwurf von "Unter Haien" hatte rund tausend Seiten. Alle Verlage, denen ich das Manuskript anbot, lehnten dankend ab. Das Projekt sei viel zu umfangreich, hieß es. Eine unbekannte, deutsche Autorin und ein Plot, der in New York spielt ließen sich ohnehin nicht verkaufen. Ein Literaturagent riet mir sogar, die Handlung nach Frankfurt zu verlegen und es damit bei Verlagen aus der Region zu versuchen.
Aber das wollte ich nicht. Ich mochte mein Manuskript so, wie es war. Eine Weile schlummerte es in einer Schublade, aber im Januar 2005
holte ich die tausend Seiten wieder heraus und beschloss, mich nicht mehr um Verlage zu kümmern, sondern endlich meinen Traum auf eigene Faust zu verwirklichen. Seit ein paar Jahren gibt es die so genannten "Books on Demand"-Verlage, die auch sehr gute Möglichkeiten für Leute bieten, die ihr Buch verwirklichen wollen. Mit dem Verlag Monsenstein & Vannerdat, einem BoD-Verlag aus Münster, fand ich einen guten und fairen Partner, und so setzte ich mich daran und überarbeitete und kürzte mein Manuskript sorgfältig von der ersten bis zur letzten Seite. Und dann ging es in den Druck. Fünfhundert Exemplare hatte die erste Auflage.
Welch ein herrliches, unvergleichliches Gefühl, als ich am 23. September 2005 mein erstes, gedrucktes Exemplar von "Unter Haien" in den Händen hielt! Kurze Zeit später begann es: die ersten fremden Menschen lasen mein Buch, ließen sich von der Handlung und den Schicksalen der Figuren, die ich mir ausgedacht hatte, mitreißen und faszinieren. Wie eigenartig und wie großartig zugleich! Vielleicht ist es damit zu vergleichen, wenn man sein Kind das erste Mal alleine in den Kindergarten oder in die Schule schickt und feststellt, dass es dort sehr gut alleine zu recht kommt.
Die fünfhundert Exemplare der ersten Auflage waren innerhalb von acht Wochen verkauft, ich ließ eine zweite Auflage drucken. Die begeisterten Reaktionen meiner immer zahlreicher werdenden Leser sind nach wie vor die schönste Belohnung und das größte Lob für mich und machten es für mich einfacher, Alex, Sergio, Nick und die anderen in die große, weite Welt zu entlassen. Sie haben es in Buchform sogar schon bis nach Australien, nach Neuseeland, Thailand, Amerika und in die Karibik geschafft - und das macht mich sehr stolz und glücklich…
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