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Nele Neuhaus und ihre Bücher
Sonntag, den 29. Mai 2011 11:23
Gipfelkreuz
Ich war gerade mit dem Hund spazieren, als ich einen Anruf von meiner Lektorin erhielt. Sie fragte: "Sitzt du?" und ich erwiderte: "Ja. Warum?" "Stell dir vor", sagte sie, "Wer Wind sät steigt auf Platz 1 in die Bestsellerliste ein!"
Wahnsinn. Irrsinn. Riesige Freude, bei mir, im Verlag, bei meiner Familie, allen Freunden. Und ich brauchte vierzehn Tage um Luft zu holen und zu begreifen, dass ich es tatsächlich geschafft habe, das Gipfelkreuz zu erreichen, das ich seit vielen, vielen Jahren ganz verschwommen oben auf dem Gipfel des Berges mit Namen "Bücherwelt" vor mir gesehen habe. Sehr oft war es von Wolken verborgen und eigentlich habe ich nie wirklich geglaubt, es eines Tages zu erreichen. Der Weg vom Tal den Berg hinauf war zwar beschwerlich, aber auch sehr schön.
Nun stehe ich hier, den Arm um das Gipfelkreuz gelegt und schaue hinab ins Tal. Ich sehe die verschlungenen, steinigen Wege, die Almhütten links und rechts des Weges mit ihren Verlockungen, ich sehe hinunter bis ins Tal, erkenne die Menschen, die nach oben schauen und auch so gerne hier wären. Viele von ihnen vergessen über ihren Traum vom Gipfelkreuz, dass es der Weg bis hierher ist, der wichtig ist. Ich möchte keinen einzigen Schritt missen. Ich weiß, wie beschwerlich es ist, bis hierher zu gelangen.
Die Luft ist hier oben dünn, der Blick hinunter jedoch glasklar. Ruhig ist es, nicht sehr bevölkert. Immer wieder kommt jemand Neues, ein anderer verabschiedet sich und macht sich wieder auf den Weg hinunter.
Auch ich werde nicht lange hier oben bleiben, auch ich werde mich bald wieder auf den Weg nach unten machen, aber beschwingten Schrittes, denn ich habe erlebt, wie es ist, ganz oben zu sein. Schön ist es. Einzigartig. Der Blick auf die anderen Berggipfel, auf andere Gipfelkreuze. Auch dort kein Gedränge. Ich begreife die Einzigartigkeit dieses Augenblicks, bin voller Dankbarkeit und Demut, dass es mir vergönnt ist, hier oben zu sein. Eine tiefe innerliche Zufriedenheit erfüllt mich, aber das Tal ruft. Nichts ist für immer und das ist gut so, denn wie könnte man den Gipfel genießen, wäre man immer hier oben?
Ich blicke mich um. Die Einsamkeit hier ist nichts für Feiglinge, der Weg nichts für Bequeme. Wer ihn aber geschafft hat, wer Schritt für Schritt den Weg nach oben gegangen ist und nicht einfach vom Hubschrauber Zufall oben abgesetzt wurde, der wird sein Leben lang davon zehren. Ich habe meinen Namen ins Holz des Gipfelkreuzes geschnitzt wie so viele andere vor mir und rüste mich für den Heimweg. Da unten im Tal wartet schließlich die nächste Herausforderung. Das nächste Buch, die nächste Idee. Ob sie mich wieder hier hochführen wird?
Ich werde bald aufbrechen, das Herz voller Eindrücke und mit dem Wissen, mit wessen Unterstützung ich diesen letzten, steilen Anstieg letztendlich geschafft habe. Aber ich weiß nun auch, wer mir Steine in den Weg gelegt hat, um das zu verhindern. Ich sehe alles ganz deutlich und danke innerlich meinen Freunden, meiner Familie, meinen vielen, vielen wunderbaren Lesern - all denen, die mir bis hierher verholfen und sich ehrlich mit mir gefreut haben.
Allen anderen begegne ich auf dem Weg nach unten sicherlich auch wieder, in den Biergärten und auf den Aussichtsterrassen der Almhütten auf halbem Weg, wo sie ihre Expedition zum Gipfelkreuz planen. In ganzen Gruppen versuchen sie es, sie schließen sich Bergführern an und verstehen doch nicht, dass es keine Strategie für den Weg nach oben gibt, keine Seilbahn und keine geführte Busreise.
Ganz unten im Tal, an der Talstation, drängen sich diejenigen, die nicht einmal den ersten Schritt gewagt haben, aber nur zu gerne mit Steinen auf die werfen, die wenigstens das getan haben.
Sie alle werden mir zuwinken und sich insgeheim diebisch freuen, weil ich wieder auf dem Weg ins Tal bin. Was sie nicht begreifen ist, dass es mir nichts ausmacht. Ich war ja schon oben. Und dieser Eindruck bleibt. Für immer.
Wahnsinn. Irrsinn. Riesige Freude, bei mir, im Verlag, bei meiner Familie, allen Freunden. Und ich brauchte vierzehn Tage um Luft zu holen und zu begreifen, dass ich es tatsächlich geschafft habe, das Gipfelkreuz zu erreichen, das ich seit vielen, vielen Jahren ganz verschwommen oben auf dem Gipfel des Berges mit Namen "Bücherwelt" vor mir gesehen habe. Sehr oft war es von Wolken verborgen und eigentlich habe ich nie wirklich geglaubt, es eines Tages zu erreichen. Der Weg vom Tal den Berg hinauf war zwar beschwerlich, aber auch sehr schön.
Nun stehe ich hier, den Arm um das Gipfelkreuz gelegt und schaue hinab ins Tal. Ich sehe die verschlungenen, steinigen Wege, die Almhütten links und rechts des Weges mit ihren Verlockungen, ich sehe hinunter bis ins Tal, erkenne die Menschen, die nach oben schauen und auch so gerne hier wären. Viele von ihnen vergessen über ihren Traum vom Gipfelkreuz, dass es der Weg bis hierher ist, der wichtig ist. Ich möchte keinen einzigen Schritt missen. Ich weiß, wie beschwerlich es ist, bis hierher zu gelangen.
Die Luft ist hier oben dünn, der Blick hinunter jedoch glasklar. Ruhig ist es, nicht sehr bevölkert. Immer wieder kommt jemand Neues, ein anderer verabschiedet sich und macht sich wieder auf den Weg hinunter.
Auch ich werde nicht lange hier oben bleiben, auch ich werde mich bald wieder auf den Weg nach unten machen, aber beschwingten Schrittes, denn ich habe erlebt, wie es ist, ganz oben zu sein. Schön ist es. Einzigartig. Der Blick auf die anderen Berggipfel, auf andere Gipfelkreuze. Auch dort kein Gedränge. Ich begreife die Einzigartigkeit dieses Augenblicks, bin voller Dankbarkeit und Demut, dass es mir vergönnt ist, hier oben zu sein. Eine tiefe innerliche Zufriedenheit erfüllt mich, aber das Tal ruft. Nichts ist für immer und das ist gut so, denn wie könnte man den Gipfel genießen, wäre man immer hier oben?
Ich blicke mich um. Die Einsamkeit hier ist nichts für Feiglinge, der Weg nichts für Bequeme. Wer ihn aber geschafft hat, wer Schritt für Schritt den Weg nach oben gegangen ist und nicht einfach vom Hubschrauber Zufall oben abgesetzt wurde, der wird sein Leben lang davon zehren. Ich habe meinen Namen ins Holz des Gipfelkreuzes geschnitzt wie so viele andere vor mir und rüste mich für den Heimweg. Da unten im Tal wartet schließlich die nächste Herausforderung. Das nächste Buch, die nächste Idee. Ob sie mich wieder hier hochführen wird?
Ich werde bald aufbrechen, das Herz voller Eindrücke und mit dem Wissen, mit wessen Unterstützung ich diesen letzten, steilen Anstieg letztendlich geschafft habe. Aber ich weiß nun auch, wer mir Steine in den Weg gelegt hat, um das zu verhindern. Ich sehe alles ganz deutlich und danke innerlich meinen Freunden, meiner Familie, meinen vielen, vielen wunderbaren Lesern - all denen, die mir bis hierher verholfen und sich ehrlich mit mir gefreut haben.
Allen anderen begegne ich auf dem Weg nach unten sicherlich auch wieder, in den Biergärten und auf den Aussichtsterrassen der Almhütten auf halbem Weg, wo sie ihre Expedition zum Gipfelkreuz planen. In ganzen Gruppen versuchen sie es, sie schließen sich Bergführern an und verstehen doch nicht, dass es keine Strategie für den Weg nach oben gibt, keine Seilbahn und keine geführte Busreise.
Ganz unten im Tal, an der Talstation, drängen sich diejenigen, die nicht einmal den ersten Schritt gewagt haben, aber nur zu gerne mit Steinen auf die werfen, die wenigstens das getan haben.
Sie alle werden mir zuwinken und sich insgeheim diebisch freuen, weil ich wieder auf dem Weg ins Tal bin. Was sie nicht begreifen ist, dass es mir nichts ausmacht. Ich war ja schon oben. Und dieser Eindruck bleibt. Für immer.
Mittwoch, den 11. Mai 2011 06:54
Säen und ernten
In dem einen oder anderen Buchladen wurden die ersten Exemplare von "Wer Wind sät" in freier Wildbahn gesichtet - jetzt geht es also los! Und ich freue mich. Überhaupt gibt es in den letzten Tagen, Wochen und Monaten immer neue Gründe zur Freude für mich, wunderbare Nachrichten und Erlebnisse, Begegnungen und Möglichkeiten, die sich mir öffnen. Manchmal habe ich beinahe ein schlechtes Gewissen deswegen. Wie habe ich das verdient? Warum ich und nicht jemand anderes? Aber dann fällt mir ein, wie hart ich daran gearbeitet habe, wie viele Rückschläge ich auf dem Weg bis hierher einstecken musste, wie viele Umwege ich nehmen musste, um mein Ziel zu erreichen. Mir ist nichts in den Schoß gefallen. Als ich ein Kind war, konnte ich mir nicht vorstellen, eines Tages 43 Jahre alt zu sein - meine persönliche Zeitrechnung endete im fernen Jahr 2000 mit einem damals unvorstellbaren Alter von 33 Jahren. Tja, wäre das so gewesen, so hätte ich ein ganz nettes Leben gehabt.
Aber glücklicherweise ging es weiter und ich war immerhin schon 38, als ich endlich mein allererstes gedrucktes eigenes Buch in Händen hielt. Das war der Anfang, dem weitere mühsame Jahre folgten, in denen ich meine Ungeduld bezähmen musste und weiter an meinem Traum arbeitete, ohne das ganze Drumherum je zu vernachlässigen.
Gelegentlich kreuzten "glückliche Zufälle" meinen Weg, die ich nicht erlebt hätte, hätte ich 2005 nicht allen Mut aufgebracht und den ersten Schritt in die Veröffentlichung gewagt.
In ruhigen Minuten denke ich zurück, auf was ich alles verzichtet habe. Urlaub und echte Freizeit gab es nie, das Geschäft, die Pferde, das war für meinen Mann immer wichtiger. Ich habe mitgezogen, meinen 7-Tage-die-Woche-Job gemacht ohne mich zu beschweren. Irgendwann hatte ich mich ja mal für dieses Leben entschieden, niemand hat mich gezwungen. Statt zu verreisen habe ich eben geschrieben und heimlich geträumt, von einem eigenen Buch, von einem Verlagsvertrag, von Lesern, die meine Bücher mögen.
Im Prinzip habe ich all die Jahre gesät. Heute ist mein größter Traum Realität geworden, ich habe alle Hindernisse bezwungen, mit Geduld, Beharrlichkeit und Disziplin. Jetzt darf ich die Früchte dieser Saat ernten. Und das tue ich nun voller Dankbarkeit, Demut und einer Prise Stolz. Aber ohne schlechtes Gewissen. Don't dream your life - live your dreams! In diesem Sinne wünschen ich allen meinen Leserinnen und Lesern mit meinem neuen Buch viel Vergnügen und ein paar spannende und unterhaltsame Lesestunden! Keine Angst, es geht weiter ... Irgendwann ...
Aber glücklicherweise ging es weiter und ich war immerhin schon 38, als ich endlich mein allererstes gedrucktes eigenes Buch in Händen hielt. Das war der Anfang, dem weitere mühsame Jahre folgten, in denen ich meine Ungeduld bezähmen musste und weiter an meinem Traum arbeitete, ohne das ganze Drumherum je zu vernachlässigen.
Gelegentlich kreuzten "glückliche Zufälle" meinen Weg, die ich nicht erlebt hätte, hätte ich 2005 nicht allen Mut aufgebracht und den ersten Schritt in die Veröffentlichung gewagt.
In ruhigen Minuten denke ich zurück, auf was ich alles verzichtet habe. Urlaub und echte Freizeit gab es nie, das Geschäft, die Pferde, das war für meinen Mann immer wichtiger. Ich habe mitgezogen, meinen 7-Tage-die-Woche-Job gemacht ohne mich zu beschweren. Irgendwann hatte ich mich ja mal für dieses Leben entschieden, niemand hat mich gezwungen. Statt zu verreisen habe ich eben geschrieben und heimlich geträumt, von einem eigenen Buch, von einem Verlagsvertrag, von Lesern, die meine Bücher mögen.
Im Prinzip habe ich all die Jahre gesät. Heute ist mein größter Traum Realität geworden, ich habe alle Hindernisse bezwungen, mit Geduld, Beharrlichkeit und Disziplin. Jetzt darf ich die Früchte dieser Saat ernten. Und das tue ich nun voller Dankbarkeit, Demut und einer Prise Stolz. Aber ohne schlechtes Gewissen. Don't dream your life - live your dreams! In diesem Sinne wünschen ich allen meinen Leserinnen und Lesern mit meinem neuen Buch viel Vergnügen und ein paar spannende und unterhaltsame Lesestunden! Keine Angst, es geht weiter ... Irgendwann ...
Mittwoch, den 16. März 2011 09:16
Schneewittchen darf bald ausruhen
Ich weiß, ich weiß, ich vernachlässige mein Blog sträflich. Aber ich habe einfach zuviel zu tun. Noch 6 Lesungen aus Schneewittchen liegen vor mir, dann geht es ab Mai mit dem neuen Buch los. Und ich bin so unglaublich gespannt darauf, wie Wer Wind sät ankommen wird.
Auch, wenn ich es mir immer wieder vornehme es nicht zu tun, ich lese auch die 1-Sterne-Rezensionen und die Verrisse in unterschiedlichen Blogs, selbst wenn es dort "Rezessionen" gibt und allerhand Rechtschreibfehler. Ich lese alles, selbst wenn "Grauenhafter Krimi" oder "Laaaangweilig" obendrüber steht und ich habe festgestellt, dass es oft ziemlich kurzweilig ist, aber weh tut es nicht mehr. Mein Fell ist schon dicker geworden.
Ernster nehme ich konstruktive Kritik und ich habe versucht, einige immer wiederkehrende Kritikpunkte in meinem neuen Buch zu beherzigen. Man lernt schließlich nie aus und kann sich nur verbessern. In "Wer Wind sät" habe ich versucht, die Anzahl der agierenden Personen überschaubar zu halten und nicht mehr jeder Nebenfigur einen Lebenslauf zu verpassen, obwohl es mir schwerfiel. Neulich schrieb jemand, meine Krimis seien so etwas wie große Kreuzworträtsel und den Vergleich fand ich klasse. Ich muss mich echt beim Schreiben beherrschen, denn gerade dann, wenn ich eine Figur mag, gerate ich in die Versuchung, ihr mehr Platz einzuräumen als ihr zusteht. Jetzt bin ich rasend neugierig, was meine Leserinnen und Leser zum neuen Buch sagen. Ich kann es kaum noch erwarten!
Aber zuerst ist mal "Elena" dran. Dieses Buch ist etwas Besonderes für mich, nämlich genau das, was ich immer schreiben wollte, seitdem ich ein Kind bin. Elena ist Herzblut.
Morgen geht's nach Stuttgart, am Freitag nach München, dann folgen noch Karlsruhe, Saarbrücken und Bremen. Das wird sicher klasse!
Auch, wenn ich es mir immer wieder vornehme es nicht zu tun, ich lese auch die 1-Sterne-Rezensionen und die Verrisse in unterschiedlichen Blogs, selbst wenn es dort "Rezessionen" gibt und allerhand Rechtschreibfehler. Ich lese alles, selbst wenn "Grauenhafter Krimi" oder "Laaaangweilig" obendrüber steht und ich habe festgestellt, dass es oft ziemlich kurzweilig ist, aber weh tut es nicht mehr. Mein Fell ist schon dicker geworden.
Ernster nehme ich konstruktive Kritik und ich habe versucht, einige immer wiederkehrende Kritikpunkte in meinem neuen Buch zu beherzigen. Man lernt schließlich nie aus und kann sich nur verbessern. In "Wer Wind sät" habe ich versucht, die Anzahl der agierenden Personen überschaubar zu halten und nicht mehr jeder Nebenfigur einen Lebenslauf zu verpassen, obwohl es mir schwerfiel. Neulich schrieb jemand, meine Krimis seien so etwas wie große Kreuzworträtsel und den Vergleich fand ich klasse. Ich muss mich echt beim Schreiben beherrschen, denn gerade dann, wenn ich eine Figur mag, gerate ich in die Versuchung, ihr mehr Platz einzuräumen als ihr zusteht. Jetzt bin ich rasend neugierig, was meine Leserinnen und Leser zum neuen Buch sagen. Ich kann es kaum noch erwarten!
Aber zuerst ist mal "Elena" dran. Dieses Buch ist etwas Besonderes für mich, nämlich genau das, was ich immer schreiben wollte, seitdem ich ein Kind bin. Elena ist Herzblut.
Morgen geht's nach Stuttgart, am Freitag nach München, dann folgen noch Karlsruhe, Saarbrücken und Bremen. Das wird sicher klasse!
Montag, den 21. Februar 2011 13:21
Ich hab noch ein iPhone Ladekabel in Berlin
Es waren nur anderthalb Tage in Berlin, aber die waren sehr schön und ich musste mal wieder feststellen: Ich habe den besten Verlag der Welt mit den nettesten Mitarbeitern! :-)
Irgendwie war Berlin für mich immer negativ belegt. Vielleicht deshalb, weil meine erste Berührung mit dieser Stadt das Buch Christiane F. - Wir Kinder vom Bahnhof Zoo war, nicht gerade die ideale Reiselektüre. Aber auch später, als meine Schwester in Berlin wohnte, zog mich nichts in die Stadt an der Spree. Zwei Kurzbesuche bestätigten mich in meiner Meinung: zwei Mal Berlin im Winter, einmal Kreuzberg und Karlshorst, das nächste Mal Friedenau. Naja. Begeisterung ist anders. Als ich dann bei Ullstein unterschrieben habe, war ich froh, dass man heutzutage alles per E-Mail und Telefon erledigen kann und nicht persönlich vorstellig werden muss. Hamburg, München, Köln - irgendwie wäre mir jede andere Stadt lieber gewesen.
Verliebt in Berlin habe ich mich dann im letzten Jahr bei einem Kurztrip im August zur Vertragsunterzeichnung. Und vertiefen konnte ich diese Verliebtheit dann bei meinem Besuch mit meinen Schwestern im Oktober. Mitte ist etwas ganz Besonderes. Die herzliche Aufnahme im Verlag tat sicherlich ihr übriges dazu. Plötzlich fühlte ich mich in Berlin willkommen und erwartet, ich kenne Menschen, die dort leben und arbeiten. Und jetzt habe ich zwar keinen Koffer in Berlin zurückgelassen, aber wenigstens ein iPhone-Ladekabel ... :-)
Ich komme wieder, spätestens im Oktober zur Lesung. Vielleicht auch früher, mal sehen.
Irgendwie war Berlin für mich immer negativ belegt. Vielleicht deshalb, weil meine erste Berührung mit dieser Stadt das Buch Christiane F. - Wir Kinder vom Bahnhof Zoo war, nicht gerade die ideale Reiselektüre. Aber auch später, als meine Schwester in Berlin wohnte, zog mich nichts in die Stadt an der Spree. Zwei Kurzbesuche bestätigten mich in meiner Meinung: zwei Mal Berlin im Winter, einmal Kreuzberg und Karlshorst, das nächste Mal Friedenau. Naja. Begeisterung ist anders. Als ich dann bei Ullstein unterschrieben habe, war ich froh, dass man heutzutage alles per E-Mail und Telefon erledigen kann und nicht persönlich vorstellig werden muss. Hamburg, München, Köln - irgendwie wäre mir jede andere Stadt lieber gewesen.
Verliebt in Berlin habe ich mich dann im letzten Jahr bei einem Kurztrip im August zur Vertragsunterzeichnung. Und vertiefen konnte ich diese Verliebtheit dann bei meinem Besuch mit meinen Schwestern im Oktober. Mitte ist etwas ganz Besonderes. Die herzliche Aufnahme im Verlag tat sicherlich ihr übriges dazu. Plötzlich fühlte ich mich in Berlin willkommen und erwartet, ich kenne Menschen, die dort leben und arbeiten. Und jetzt habe ich zwar keinen Koffer in Berlin zurückgelassen, aber wenigstens ein iPhone-Ladekabel ... :-)
Ich komme wieder, spätestens im Oktober zur Lesung. Vielleicht auch früher, mal sehen.
Donnerstag, den 03. Februar 2011 22:32
Großartige Lesung
Wenn ein Jahr mit einer so grandiosen Lesung beginnt, wie mit dieser heute Abend im Grünen Baum in Altenhain, dann kann es nur gut werden! Da ich ja zu meinem großen Bedauern aus gesundheitlichen Gründen alle Lesungstermine im Januar absagen musste, habe ich heute im Nachbardorf mit meinen 2011r Lesungen angefangen. Ich fuhr mit etwas gemischten Gefühlen hin, schließlich kommt Altenhain in "Schneewittchen muss sterben" nicht sonderlich gut weg, aber dann kam alles ganz anders. 185 Menschen im großen Saal des Grünen Baums waren ein begeistertes und wunderbares Publikum. Toll organisiert vom Altenhainer Geschichtsverein, die vorab eine kurze Zusammenfassung von "echten" wenn auch historischen Altenhainer Verbrechen gaben. Niemand hat es mir übel genommen, eine wunderbare Erfahrung! Ein toller Abend!
Mein Dank an alle, die dabei waren!
Mein Dank an alle, die dabei waren!
Montag, den 24. Januar 2011 17:05
Das magische Wort ENDE
Heute habe ich es getippt. Das Wort, auf das man als Autorin hinarbeitet, wenn man den ersten Satz eines neuen Manuskripts in die Tastatur tippt. Das Wort, das einem stets vor Augen ist, zwischendurch unerreichbar scheint. Gut acht Monate hat es diesmal gedauert, bis es soweit war, acht Monate Lust und Leid, Widerwille und Freude, Qual und Glück. Acht Monate lang habe ich mit meinen Figuren gelebt, quasi in einem Paralleluniversum, das mich nie ganz losgelassen hat. Gehadert habe ich, gekämpft, mich gezwungen. Gelegentlich fast aufgegeben. Dank Marion habe ich mich durchgebissen. Jetzt ist die Rohfassung fertig. Und ich frage mich: ist es gut geworden? Wie wird es ankommen? Wird es gefallen? Die tiefsten Täler des Zweifelns liegen noch vor mir, das weiß ich mittlerweile aus Erfahrung, aber es ist jedes Mal wieder schwer und schrecklich und aufregend, bis das erste Feedback von den Leserinnen und Lesern kommt und mit ihm natürlich auch die Kritik. Schon jetzt weiß ich, dass sie mich wieder treffen wird, denn welche Mutter würde es nicht nicht stören, wenn jemand ihr Kind kritisiert? Ich versuche, mich darauf einzustellen. Nein, jetzt denke ich gar nicht soweit! Nicht heute! Nicht an diesem herrlichen Tag, an dem ich das magische Wort ENDE unter 573 Seiten getippt habe. Alles wird gut, na klar!!!!
Samstag, den 08. Januar 2011 15:40
Was wirklich wichtig ist im Leben

Das neue Jahr ist erst sieben Tage jung und doch haben sich Glück und Leid bereits die Klinke in die Hand gegeben.
Rang 7 auf der Spiegel-Bestsellerliste für Schneewittchen - die erste wunderbare Nachricht für mich! Und alle drei anderen Taunus-Krimis auch unter den Top50. Da war die Freude groß.
Wunderbar auch der Gruß von Emanuela Cervini via Facebook, sie übersetzt "Schneewittchen" für Neri Pozza Editore in Mailand ins Italienische. Natürlich habe ich gewusst, dass das irgendwann geschieht, aber so konkret zu wissen, dass jemand gerade mein Buch in eine andere Sprache übersetzt, das ist schon in wirklich grandioses Gänsehautgefühl.
Nicht schön für mich, aber leider nicht zu vermeiden: ich musste meinen Verlag bitten, Lesungen abzusagen. Das habe ich noch nie getan, aber die Gesundheit geht nun einmal vor. Es tut mir wirklich in der Seele weh, Veranstalter und Gäste zu enttäuschen.
Doch das Schlimmste passierte gestern. Niemand weiß, wie es geschehen ist, aber unsere liebe treue Stute Gretna Green ist wohl beim Glatteis ausgerutscht und hat sich einen Knochen oberhalb des Knies gebrochen. Sie konnte nicht mehr auf ihr rechtes Hinterbein auftreten und gestern habe ich auf Anraten des Tierarztes die schreckliche Entscheidung treffen müssen, sie einschläfern zu lassen. H und ich haben Gretna vor fast zwanzig Jahren gekauft. Sie war damals vier Wochen alt und seitdem hat sie uns eigentlich nur Freude gemacht. Gretna hatte einen tollen Charakter. Sie war ein großartiges, ausgeglichenes Geländepferd, ein leistungsbereites und vorsichtiges Springpferd und eine wunderbare Zuchtstute, die uns mit Lotte, Fritzi, Frida, Carla und Candy fünf Fohlen geschenkt, in denen sie weiterlebt. Ein wirklich bitterer Verlust zu Beginn des Jahres und ein Moment, in dem man sich denkt, dass man keine Tiere mehr haben will. Irgendwann kommt dieser Augenblick, irgendwann muss man diese schwere Entscheidung treffen. Aber ich kann auch nicht aus Feigheit oder egoistischen Gründen verantworten, ein Tier, das leidet, noch länger zu quälen. Mich tröstet der Gedanke, dass Gretna ein wirklich schönes Leben hatte, sie hatte nie andere Besitzer als uns, ihr ging es immer gut und die letzten fünf Jahre hatte sie bei Ewald und Simone ein herrliches und stressfreies Rentnerleben, seit einem Jahr zusammen mit ihrem alten Kumpel Priamos.
An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle, die mit mir gelitten und gefühlt haben und das allergrößte Dankeschön an Ewald, dem ich es zu verdanken habe, dass ich Gretna so in Erinnerung behalten kann, wie sie war.
Die E-Mail von C, der sich selbst als bekennenden Nicht-Pferdenarr bezeichnet und trotzdem Mitgefühl aufbringt, brachte es dann auf den Punkt: Nach all den Monaten und Wochen, in denen mich beinahe ausschließlich meine Bücher, die Absatzerfolge, Lesungen, Platzierungen bei Amazon und auf der Bestsellerliste beschäftigt haben, hat mich dieses traurige Ereignis wieder einmal erkennen lassen, was wirklich wichtig ist im Leben. Danke dafür. So ist es nämlich. Wichtig ist das wahre Leben. Und der Tod gehört eben dazu.
Sonntag, den 26. Dezember 2010 19:35
Wie sich Glück anfühlt
Den zweiten Feiertag habe ich mit einem ausführlichen Schneespaziergang mit Shelby begonnen. Ansonsten war heute den Herren der Schöpfung der morgendliche Hundespaziergang zugedacht, die wenigen Gassi-Geher (Ruby, Charly und Ben) waren durchweg männlich. Klare, kalte Luft, eine völlige, wunderbare, sprachlose Stille - herrlich! Raum für Gedanken, Kräfte tanken ohne reden zu müssen. Schneeknirschen unter den Schuhen das einzige Geräusch.
Später ein Anruf von meiner Mutter. In der FAZ Sonntagszeitung gehöre ich zu den "Leuten des Jahres 2010", neben Volker Bouffier, Steffi Jones, Dorothea Henzler und Roland Koch. Grandios!! Mein Gatte stolz wie ein Schneekönig.
Durch den Schneefall am Nachmittag quer durch Frankfurt in die Wetterau zu unseren Pferden. Im Stall roch es so wie es im Winter in Pferdeställen riecht, die Erinnerung reichte zurück bis in meine frühe Jugendzeit im Bad Sodener Reitstall. Da roch es auch so. Kaffee (bzw. in meinem Fall Kakao -)trinken, entspannte Gespräche über Pferde, Video von Fritzis Parcours in Bad Homburg und dann im Stall Fritzi und Lenzi begrüßen, in der knisterkalten Halle mit rot gefrorenen Fingern Hindernis aufbauen und zuschauen, wie wunderbar sich Fritzi entwickelt hat, wie leichtfüßig er springt, wie locker er die fliegenden Wechsel springt. Und ich weiß mal wieder, wie sich Glück anfühlt ...
Später ein Anruf von meiner Mutter. In der FAZ Sonntagszeitung gehöre ich zu den "Leuten des Jahres 2010", neben Volker Bouffier, Steffi Jones, Dorothea Henzler und Roland Koch. Grandios!! Mein Gatte stolz wie ein Schneekönig.
Durch den Schneefall am Nachmittag quer durch Frankfurt in die Wetterau zu unseren Pferden. Im Stall roch es so wie es im Winter in Pferdeställen riecht, die Erinnerung reichte zurück bis in meine frühe Jugendzeit im Bad Sodener Reitstall. Da roch es auch so. Kaffee (bzw. in meinem Fall Kakao -)trinken, entspannte Gespräche über Pferde, Video von Fritzis Parcours in Bad Homburg und dann im Stall Fritzi und Lenzi begrüßen, in der knisterkalten Halle mit rot gefrorenen Fingern Hindernis aufbauen und zuschauen, wie wunderbar sich Fritzi entwickelt hat, wie leichtfüßig er springt, wie locker er die fliegenden Wechsel springt. Und ich weiß mal wieder, wie sich Glück anfühlt ...
Samstag, den 25. Dezember 2010 19:44
Still und leise
Habe ich jemals davon geträumt, Bestsellerautorin zu sein?
Ich glaube nicht. So vermessen wäre ich nie gewesen. Ich gebe zu, ich habe davon geträumt, Schriftstellerin, bzw. Buchautorin zu sein. Als ich die relative Aussichtslosigkeit erkannte, einen Verlag zu finden, indem ich Manuskripte anbot, und ich den Weg über die Veröffentlichung per PoD wählte, war ich schon zufrieden. Ich hielt mein Buch in Händen und war glücklich. An den Moment erinnere ich mich ganz genau, es war ein Moment stiller, glücklicher Freude.
Und jede weitere Entwicklung machte mich glücklich. Jedes verkaufte Buch, jede geschriebene Widmung, jede Lesung, jede Zeitungsartikel, jede Bestellung via Amazon, jede Order einer Buchhandlung - jedes Mal war ich glücklich und vollkommen zufrieden. Niemals hätte ich mit mehr gerechnet, hätte gar mehr erwartet. Mein größtes Ziel hatte ich im September 2005 erreicht, als ich Unter Haien in Händen hielt, durchblätterte, das Impressum las und meine Gedanken und Worte in gedruckter Form zwischen Buchdeckeln sah.
Fünf Jahre später bin ich Lichtjahre von diesem Moment entfernt und doch keinen nennenswerten Schritt weiter, denn nach wie vor ist das, was ich am liebsten tue, das Schreiben. Wenn ich mich in einem ruhigen Moment umdrehe und zurückblicke - was ich zugegebenermaßen selten tue, denn ich bin ein Mensch, der im Jetzt und Hier lebt - dann habe ich ein ähnliches Gefühl wie bei einem Ausritt vor ein paar Jahren, als wir mit den Pferden die Diretissima auf den Eichkopf hochgeritten sind und ich zurück auf die Straße blickte: mir wird schwindelig und ich fühle mich unwirklich.
Schneewittchen hat mich ganz nach oben katapultiert. Immer wieder staune ich ungläubig und dankbar. Nichts ist für mich in diesem Jahr je selbstverständlich geworden. Ich freue mich immer wieder über unfassbare Platzierungen in Bestseller- und Verkaufslisten, über jeden Eintrag in meinem Gästebuch, über Fanpost, über E-Mails, über Fotos meiner Bücher, die man mir aus allen Teilen Deutschlands schickt, über jede Nachricht. Ich kann kaum glauben, dass die Geschichten, die ich mir ersonnen habe, bald in über 14 verschiedene Sprachen übersetzt werden, dass es Hörbücher geben wird und vielleicht sogar irgendwann Filme! Das ist so grandios, das mir und allen am Erfolg Beteiligten nach und nach die Superlative ausgegangen sind. Ich genieße es. Still und leise. Ich bin dankbar. Für mein Talent, für die Chancen, für glückliche Zufälle und Begegnungen.
Neulich fragte jemand vom Verlag besorgt, wie ich denn damit umgehen würde, wenn meine Bücher mal nicht mehr auf vordersten Plätzen stünden. Ich habe darüber nachgedacht und ich weiß, dass es für mich kein Problem sein wird. Denn ich bin ich geblieben. Ich wohne im gleichen Haus, fahre dasselbe Auto, habe dieselben Freunde und meine großartige Familie. Ruhm kommt, Ruhm geht. Meine Bücher bleiben. Ich werde sie durchblättern und mich daran erinnern, wie es war, als sie auf Platz 1 standen. Und werde mich an der Erinnerung freuen. So, wie ich mich immer freue: still und leise.
Ich glaube nicht. So vermessen wäre ich nie gewesen. Ich gebe zu, ich habe davon geträumt, Schriftstellerin, bzw. Buchautorin zu sein. Als ich die relative Aussichtslosigkeit erkannte, einen Verlag zu finden, indem ich Manuskripte anbot, und ich den Weg über die Veröffentlichung per PoD wählte, war ich schon zufrieden. Ich hielt mein Buch in Händen und war glücklich. An den Moment erinnere ich mich ganz genau, es war ein Moment stiller, glücklicher Freude.
Und jede weitere Entwicklung machte mich glücklich. Jedes verkaufte Buch, jede geschriebene Widmung, jede Lesung, jede Zeitungsartikel, jede Bestellung via Amazon, jede Order einer Buchhandlung - jedes Mal war ich glücklich und vollkommen zufrieden. Niemals hätte ich mit mehr gerechnet, hätte gar mehr erwartet. Mein größtes Ziel hatte ich im September 2005 erreicht, als ich Unter Haien in Händen hielt, durchblätterte, das Impressum las und meine Gedanken und Worte in gedruckter Form zwischen Buchdeckeln sah.
Fünf Jahre später bin ich Lichtjahre von diesem Moment entfernt und doch keinen nennenswerten Schritt weiter, denn nach wie vor ist das, was ich am liebsten tue, das Schreiben. Wenn ich mich in einem ruhigen Moment umdrehe und zurückblicke - was ich zugegebenermaßen selten tue, denn ich bin ein Mensch, der im Jetzt und Hier lebt - dann habe ich ein ähnliches Gefühl wie bei einem Ausritt vor ein paar Jahren, als wir mit den Pferden die Diretissima auf den Eichkopf hochgeritten sind und ich zurück auf die Straße blickte: mir wird schwindelig und ich fühle mich unwirklich.
Schneewittchen hat mich ganz nach oben katapultiert. Immer wieder staune ich ungläubig und dankbar. Nichts ist für mich in diesem Jahr je selbstverständlich geworden. Ich freue mich immer wieder über unfassbare Platzierungen in Bestseller- und Verkaufslisten, über jeden Eintrag in meinem Gästebuch, über Fanpost, über E-Mails, über Fotos meiner Bücher, die man mir aus allen Teilen Deutschlands schickt, über jede Nachricht. Ich kann kaum glauben, dass die Geschichten, die ich mir ersonnen habe, bald in über 14 verschiedene Sprachen übersetzt werden, dass es Hörbücher geben wird und vielleicht sogar irgendwann Filme! Das ist so grandios, das mir und allen am Erfolg Beteiligten nach und nach die Superlative ausgegangen sind. Ich genieße es. Still und leise. Ich bin dankbar. Für mein Talent, für die Chancen, für glückliche Zufälle und Begegnungen.
Neulich fragte jemand vom Verlag besorgt, wie ich denn damit umgehen würde, wenn meine Bücher mal nicht mehr auf vordersten Plätzen stünden. Ich habe darüber nachgedacht und ich weiß, dass es für mich kein Problem sein wird. Denn ich bin ich geblieben. Ich wohne im gleichen Haus, fahre dasselbe Auto, habe dieselben Freunde und meine großartige Familie. Ruhm kommt, Ruhm geht. Meine Bücher bleiben. Ich werde sie durchblättern und mich daran erinnern, wie es war, als sie auf Platz 1 standen. Und werde mich an der Erinnerung freuen. So, wie ich mich immer freue: still und leise.
Mittwoch, den 08. Dezember 2010 12:25
Die Tücken der modernen Technik
Wenn man nicht mit der Zeit geht und zwei Jahre lang dasselbe Handy respektive iPhone benutzt, ist man schon hoffnungslos zurückgeblieben. Heute kam mein neues iPhone 4. Schon beim ersten iPhone dachte ich, besser geht es eigentlich kaum noch, aber natürlich hatte ich mich geirrt. Auch bei PC's, Autos usw geht es von Modell zu Modell noch besser, schneller, praktischer, raffinierter. Also. Das neue Wundertelefon war also eingetroffen, ich habe es aufgeladen und wollte meine SIM-Karte einstecken, aber da kam die Überraschung: passt nicht! Anruf bei der Telekom unter der kostenlosen Servicenummer, die doch nicht mehzr kostenlos ist. Nach drei Warteschleifen endlich ein Kundenberater! Er kapierte gleich, was mein Problem war, denn es gibt für das neue iPhone eine "MINI-SIM-Karte"! Ja, das müsste man wissen! Meine Karte (noch aus den neunziger Jahre des letzten Jahrtausends) ist völlig veraltet. Die Verachtung in seiner jungen Stimme unüberhörbar. Oder war es Mitleid? Mitleid mit einer, die ihrer Zeit hinterher ist. Bevor ich ihn anrief hatte ich mein Problem schon mal gegoogelt und stieß auf eine Seite, in der auch jemand wegen des iPhones um Rat fragte. Dazu schrieb er sinngemäß: Bitte auf deutsch und in ganzen Wörtern antworten, bin schon 56! Das gab mir dann doch wirklich zu denken....
Sonntag, den 05. Dezember 2010 10:41
Die Früchte des Fleißes
Sehr lange habe ich nicht mehr gebloggt. Mir fehlte einfach die Zeit und eigentlich fehlt sie auch heute, denn ich schreibe in jeder freien Sekunde an meinem Manuskript. Schon ein komisches Gefühl, dass "Wer Wind sät" bereits überall angekündigt wird und bei Amazon sogar schon einen vierstelligen Verkaufsrang hat, obwohl noch rund 150 Seiten bis zum Ende fehlen. Selten habe ich so mit einem Manuskript gekämpft und gehadert, selten so viel mit meiner geduldigen, verständnisvollen, einzigartigen Lektorin diskutiert und umgeschrieben, gefeilt und überlegt. Aber mir ist rückblickend klar, weshalb das so war und ist. Das Jahr 2010 war für mich das ungewöhnlichste Jahr meines Lebens, alles ist anders geworden, obwohl sich für mich persönlich nicht viel geändert hat. Mit dieser Kluft muss man erst mal fertig werden. Und zu meinem "normalen" Leben ist eben ein komplett neues dazugekommen, das auch integriert und verarbeitet werden will. Ja, ich war fleißig in diesem Jahr. Dafür habe ich sehr viel vernachlässigt und eigentlich in der Hauptsache in meinem stillen Kämmerlein am Computer gesessen. So verflogen die 12 Monate 2010 wie im Fluge, doch im nächsten Jahr kann ich dann viele Früchte meiner Anstrengungen ernten. Ich muss mir das gelegentlich bewusst machen: 2011 erscheinen drei Bücher von mir, vier Hörbücher, zwei Lizenzausgaben bei Bertelsmann und Weltbild und mindestens eine ausländische Lizenzausgabe von Schneewittchen! Das ist unfassbar und wenn mir das einer vor einem halben Jahr noch gesagt hätte, dann hätte ich ihn ausgelacht. Jetzt ist es aber Tatsache: ich war mit 4 Titeln auf der Spiegelbestsellerliste, Schneewittchen steht seit 180 Tagen unter den Top5 bei Amazon. Egal, was in der Zukunft kommen mag, das war der Fall. Aber die wohl schönste und wichtigste Erkenntnis, die ich aus diesem ganzen wahnsinnigen Trubel mitnehmen konnte ist die, dass ich am Schreibtisch genauso schreibe wie immer. Ich kann noch immer in meiner Geschichte versinken, ohne an die mittlerweile siebenstellige Zahl an Lesern zu denken, die meine Bücher mögen und lesen. Der Spaß am Schreiben ist unverändert. Aus 2010 nehme ich auch die Erinnerung mit in die Zukunft, mit Ullstein einen wirklich großartigen Verlag hinter mir zu wissen mit wundervollen, engagierten Mitarbeitern. Auch die Erinnerung an meine tolle Familie, die immer hinter mir steht, an Freunde, die sich mit mir und für mich freuen und Verständnis haben. Und daran, dass Disziplin alleroberstes Gebot ist, wenn man wirklich etwas erreichen will. Fürs nächste Jahr nehme ich mir vor, mehr zu genießen. Reisen. Auszeiten finden. Gelegentlich undiszipliniert sein. Freundschaften pflegen. Mal wieder reiten. Meinen Kopf endlich wieder klar kriegen. Keine drei Bücher mehr in einem Jahr zu schreiben, sondern nur eins und das in aller Ruhe. Und vielleicht mit dem Rauchen aufhören. Aber das nur vielleicht ... :-)
Sonntag, den 24. Oktober 2010 12:35
Biancaneve deve morire
Blanche-Neige doit mourir
Królewna Śnieżka musi umrzeć
백설 공주는 죽어 야해
Snowwhite must die
Kar Beyaz ölmeli
Белоснежка должен умереть
Sneeuwwitje moet sterven
Blancanieves tiene que mori
:-)
Donnerstag, den 07. Oktober 2010 08:34
Buchmesse 2010
Wenn man die Frankfurter Messe quasi direkt vor der Haustür hat und als Lieferant auch noch einen Durchfahrtschein aufs Gelände, dann ist ein Besuch auf der weltgrößten Bücherschau eine Selbstverständlichkeit. Sehr gut erinnere ich mich an meine früheren Besuche auf der Buchmesse, als ich staunend durch die Hallen lief und mir heimlich wünschte, eines Tages dazuzugehören, auch einmal mein Buch an einem der Stände ausliegen zu sehen. Das war noch vor sechs Jahren Zukunftsmusik und heute ist es tatsächlich der Fall. Gleichzeitig bedeutet der Blick hinter die Kulissen der Buchmesse eine Entzauberung. Natürlich geht es um Bücher, aber die Bücher, die an den Ständen der Verlage präsentiert werden, sind nicht viel mehr als schmückendes Beiwerk, denn in erster Linie ist die Messe eben Business. Im schmucklosen Agents-Center in Halle 6.1, in dem es kein einziges Buch zu sehen gibt, verhandeln Literaturagenten im Halbstundentakt mit Lektoren, an den Ständen der Verlage sieht der stressige Rhythmus nicht viel anders aus. Aber es ist aufregend, plötzlich ein Rädchen in dieser faszinierenden Maschinerie zu sein! Abends gegen 7 strömen die Massen aus der Messe in Richtung Stadt, verteilen sich auf ihre Hotels um sich später zu irgendwelchen Partys und Events zu treffen. Auch das durfte ich an der Seite meiner Agentin gestern Abend erleben. Hochinteressant und gleichzeitig ernüchternd. Ich bin froh, dass ich die Buchmesse als gern gesehener Gast erleben darf und wieder nach Hause an meinen Schreibtisch zurückkehren kann, an dem dann das neue Buch entsteht, das dann hoffentlich bei der nächsten Buchmesse wieder einen Platz im Regal meines Verlages findet. Gleich geht es wieder los zu Tag 2, und der wird heute lang, denn abends geht es noch zu einer Lesung. Nach Homberg / Ohm.
Dienstag, den 28. September 2010 09:32
Erkannt!
Letzten Samstag, auf der Fahrt nach Werl zu meiner Lesung, hatte ich ein wirklich witziges Erlebnis, das mich veranlasst, mal wieder in mein Blog zu schreiben. Ich fahre so auf dem Mittelstreifen der A5 vor mich hin als ein Auto links neben mir herfährt. Es überholte nicht und irgendwann schaute ich hinüber. Der Fahrer gestikulierte, winkte und strahlte und hielt den Daumen hoch. Ich kapierte erst nicht, aber dann fiel mir ein, dass auf der Heckscheibe meines Autos der Aufkleber mit meiner Webadresse klebt. Er hatte mich erkannt und wollte mir signalisieren, dass er meine Bücher gut findet! Wow! Das war total irre und hat mich riesig gefreut!
In diesem Sinne wünsche ich allen eine tolle Woche, bis ganz bald wieder, Eure Nele
Montag, den 30. August 2010 09:14
Zufälle gibt's, die gibt's gar nicht!
Wenn ich arbeite, sieht es auf meinem Schreibtisch manchmal chaotisch aus. Hin und wieder muss ich alle Notizzettel und Post-its, auf denen ich Gedanken oder Formulierungen notiere, die mir eingefallen sind, wegräumen um den Überblick zu behalten. Aber es ist schon interessant, wie mein Kopf arbeitet: während ich schreibe, fallen mir immer neue Schlichen und Wendungen ein, manchmal führen sie von der eigentlichen Geschichte soweit weg, dass es nicht mehr passt. Da meine schriftstellerische Zukunft letzte Woche in konkrete Bahnen gelenkt wurde, verzweifele ich nicht mehr daran, wenn eine Idee, eine Figur oder eine bestimmte Wendung nicht passt. Ich notiere das einfach für einen nächsten Plot. Und das Leben schreibt tatsächlich die besten Geschichten!
Wenn mir irgendwann noch einer sagt, in meinen Büchern gebe es aber ein bisschen viele Zufälle, dann hat er keinen blassen Schimmer davon, welche Zufälle es im Leben tatsächlich gibt. Vielleicht passiert das anderen nicht so oft wie mir, aber ich habe schon die haarsträubendsten Dinge erlebt, die es eigentlich nicht geben kann. Insofern mute ich meinen Lesern keine abstrusen Phantasiegebilde zu, sondern eigentlich nur das, was mir selbst schon widerfahren ist. Manchmal ist es dramatisch, manchmal aufregend, manchmal lustig. Aber immer voll das Leben! Manchmal geschieht irgendetwas einfach, ohne dass man direkten Einfluss darauf hat und im Nachhinein fragt man sich erstaunt, wie das denn jetzt wohl gekommen ist.
Ich denke ehrlichgesagt nicht allzuviel darüber nach, am wenigsten über meine Zukunft. Diese entspannte Sorglosigkeit hat meine Eltern früher oft an den Rand der Verzweiflung gebracht. Aber ich bin eben der Meinung, es kommt wie es kommt im Leben. Und so ist es tatsächlich, wenn man selbst etwas dafür tut und sein Leben lebt und nicht nur erleidet. Live your dream! That's the secret ....
Wenn mir irgendwann noch einer sagt, in meinen Büchern gebe es aber ein bisschen viele Zufälle, dann hat er keinen blassen Schimmer davon, welche Zufälle es im Leben tatsächlich gibt. Vielleicht passiert das anderen nicht so oft wie mir, aber ich habe schon die haarsträubendsten Dinge erlebt, die es eigentlich nicht geben kann. Insofern mute ich meinen Lesern keine abstrusen Phantasiegebilde zu, sondern eigentlich nur das, was mir selbst schon widerfahren ist. Manchmal ist es dramatisch, manchmal aufregend, manchmal lustig. Aber immer voll das Leben! Manchmal geschieht irgendetwas einfach, ohne dass man direkten Einfluss darauf hat und im Nachhinein fragt man sich erstaunt, wie das denn jetzt wohl gekommen ist.
Ich denke ehrlichgesagt nicht allzuviel darüber nach, am wenigsten über meine Zukunft. Diese entspannte Sorglosigkeit hat meine Eltern früher oft an den Rand der Verzweiflung gebracht. Aber ich bin eben der Meinung, es kommt wie es kommt im Leben. Und so ist es tatsächlich, wenn man selbst etwas dafür tut und sein Leben lebt und nicht nur erleidet. Live your dream! That's the secret ....
Sonntag, den 22. August 2010 12:27
Die Tür ist auf ...
Heute habe ich endlich, endlich nach Tagen, Wochen und Monaten des Schreibens, des Verwerfens, des Zweifelns, des Löschens, nach endlosen unbefriedigenden Stunden am Computer die Tür in meine neue Geschichte öffnen können. Ich kenne diesen schwierigen Akt der Anfangsfindung mittlerweile, denn immerhin arbeite ich schon an meinem neunten Buch, aber es ist immer wieder demoralisierend und niederschmetternd, wenn man voller Euphorie glaubt "Das ist es!", nur um am nächsten Tag festzustellen, dass es das nicht ist. Ganz schlimm war es bei Schneewittchen, da dauerte es wirklich über ein halbes Jahr, bis ich die Tür zur Geschichte gefunden habe und eintreten durfte.
Ich kann nicht einfach nur rational an ein neues Manuskript herangehen. Wenn ich es versuche, scheitere ich unweigerlich. Ich kann mir noch so viele Notizen, Tabellen und Post-its schreiben, an Wände kleben und versuchen, die Geschichte nüchtern und technisch aufzubauen - es geht nicht. Das Ergebnis ist seelenlos und langweilig und höchst unbefriedigend für mich selbst. Auch, wenn ich mir in dieser Phase immer denke: Ganz ruhig, Nele! Es wird schon, es kommt schon, irgendwie, eines Tages, so kann ich trotzdem nicht ruhig bleiben. Vielleicht sind es die vielen, vielen Seiten, die ich schreibe und verwerfe, zerreisse und verfluche, die mich dann doch auf den richtigen Weg bringen. Es kommt keine göttliche Erleuchtung! Aller Anfang ist knochenhart und wer glaubt, dass es am schwierigsten ist, eine Idee für einen neuen Plot zu bekommen, der irrt. Das Schwerste ist dann die Arbeit, aus der Idee die Geschichte zu machen. Man kann wochenlang drumherum laufen, wenn man den Eingang nicht findet, ist alles vergeblich.
Ich habe ihn heute gefunden! Und bin deshalb GLÜCKLICH!!! Ich habe heute NICHT bei amazon reingeschaut, nicht herumgegoogelt und gesurft und es kamen auch keine E-Mails, denn heute ist Sonntag. Und Sonntag ist der beste Arbeitstag für mich.
Jetzt geht es also richtig los. Ich freue mich. Jetzt macht es wieder Spaß, ein Buch zu schreiben.
Ich kann nicht einfach nur rational an ein neues Manuskript herangehen. Wenn ich es versuche, scheitere ich unweigerlich. Ich kann mir noch so viele Notizen, Tabellen und Post-its schreiben, an Wände kleben und versuchen, die Geschichte nüchtern und technisch aufzubauen - es geht nicht. Das Ergebnis ist seelenlos und langweilig und höchst unbefriedigend für mich selbst. Auch, wenn ich mir in dieser Phase immer denke: Ganz ruhig, Nele! Es wird schon, es kommt schon, irgendwie, eines Tages, so kann ich trotzdem nicht ruhig bleiben. Vielleicht sind es die vielen, vielen Seiten, die ich schreibe und verwerfe, zerreisse und verfluche, die mich dann doch auf den richtigen Weg bringen. Es kommt keine göttliche Erleuchtung! Aller Anfang ist knochenhart und wer glaubt, dass es am schwierigsten ist, eine Idee für einen neuen Plot zu bekommen, der irrt. Das Schwerste ist dann die Arbeit, aus der Idee die Geschichte zu machen. Man kann wochenlang drumherum laufen, wenn man den Eingang nicht findet, ist alles vergeblich.
Ich habe ihn heute gefunden! Und bin deshalb GLÜCKLICH!!! Ich habe heute NICHT bei amazon reingeschaut, nicht herumgegoogelt und gesurft und es kamen auch keine E-Mails, denn heute ist Sonntag. Und Sonntag ist der beste Arbeitstag für mich.
Jetzt geht es also richtig los. Ich freue mich. Jetzt macht es wieder Spaß, ein Buch zu schreiben.
Donnerstag, den 19. August 2010 14:51
Das Jahr vergeht ...
... wie im Zeitraffer! Aber ich liege gut im Zeitplan, was die zu schreibenden Bücher betrifft. Elena Band1 und 2 sind fertig, Band 1 sogar schon lektoriert. Und mit Oli und Pia fange ich gerade an und versuche dabei alles auszublenden, was ich höre, lese und gesagt bekomme. Auch das neue Buch soll mir gefallen, es soll so werden, wie ich es möchte. Bisher kam das ja doch recht gut an. Allerdings werde ich mir doch einiges zu Herzen nehmen, denn in jeder konstruktiven Kritik steckt ein wahrer Kern, der meine Arbeit nur verbessern kann.
Wahnsinnig viel ist schon in diesem Jahr 2010 passiert und das nächste Jahr ist ganz nah, Iska Peller und ich planen die Termine bereits für April und Mai. Ich werde zB bei den Stuttgarter Kriminächten im März lesen, in einem Krematorium am Friedhof! Na, wenn das mal keine Location für einen Krimi ist! :-) Leider kann ich gar nicht mehr alle Lesungsanfragen annehmen, denn dann wäre ich wohl nur noch unterwegs. Ein bisschen Zeit brauche ich ja dann doch, zumal kein Ende mit meiner Arbeit in der Firma abzusehen ist.
Ich habe schon überlegt, eine Stellenanzeige zu schalten: Gesucht wird eine freundliche, nervenstarke, humorvolle, redegewandte, zuverlässige und belastbare Frau für Bürotätigkeit in Fleischwarenfabrik, vorzugsweise mit Kenntnissen aus Gastronomie und/oder Fleischbranche. Ihr Aufgabengebiet umfasst ... ja ... da weiß ich schon nicht mehr weiter. Aufträge entgegennehmen, Lieferscheine schreiben, Kunden bedienen, kassieren, Ablage machen, das Qualitätsmanagement kontrollieren, zwischendurch Aufträge kommissionieren, Büro und Fenster putzen, und dabei immer gute Laune haben. Und das ohne Urlaub ... Naja. Da wäre ich dann ja noch als Aushilfe da. :-) Idealerweise können Sie sofort anfangen, damit ich sofort an meinem neuen Buch weiterschreiben kann.
Da sich diese Frau allerdings ohnehin nicht findet, werde ich einfach so weitermachen wie bisher und hoffen, dass ich trotz allem einen würdigen Schneewittchen-Nachfolger hinbekomme! Ob ich das geschafft habe, werden meine Leserinnen und Leser dann im kommenden Sommer beurteilen können.
Wahnsinnig viel ist schon in diesem Jahr 2010 passiert und das nächste Jahr ist ganz nah, Iska Peller und ich planen die Termine bereits für April und Mai. Ich werde zB bei den Stuttgarter Kriminächten im März lesen, in einem Krematorium am Friedhof! Na, wenn das mal keine Location für einen Krimi ist! :-) Leider kann ich gar nicht mehr alle Lesungsanfragen annehmen, denn dann wäre ich wohl nur noch unterwegs. Ein bisschen Zeit brauche ich ja dann doch, zumal kein Ende mit meiner Arbeit in der Firma abzusehen ist.
Ich habe schon überlegt, eine Stellenanzeige zu schalten: Gesucht wird eine freundliche, nervenstarke, humorvolle, redegewandte, zuverlässige und belastbare Frau für Bürotätigkeit in Fleischwarenfabrik, vorzugsweise mit Kenntnissen aus Gastronomie und/oder Fleischbranche. Ihr Aufgabengebiet umfasst ... ja ... da weiß ich schon nicht mehr weiter. Aufträge entgegennehmen, Lieferscheine schreiben, Kunden bedienen, kassieren, Ablage machen, das Qualitätsmanagement kontrollieren, zwischendurch Aufträge kommissionieren, Büro und Fenster putzen, und dabei immer gute Laune haben. Und das ohne Urlaub ... Naja. Da wäre ich dann ja noch als Aushilfe da. :-) Idealerweise können Sie sofort anfangen, damit ich sofort an meinem neuen Buch weiterschreiben kann.
Da sich diese Frau allerdings ohnehin nicht findet, werde ich einfach so weitermachen wie bisher und hoffen, dass ich trotz allem einen würdigen Schneewittchen-Nachfolger hinbekomme! Ob ich das geschafft habe, werden meine Leserinnen und Leser dann im kommenden Sommer beurteilen können.
Sonntag, den 15. August 2010 14:49
Stolz und Dankbarkeit
Ich bin ein Realist und kann im Allgemeinen sehr gut unterscheiden, was das wahre Leben und was meine Phantasiewelt ist, aber heute ist ein seltsamer Tag. Die Konturen haben sich verwischt und ich musste hin und wieder mal überlegen, wo ich gerade bin.
Ich war auf einem Reitturnier in Florstadt in der Wetterau, um mir Lenzi in der Springpferde-L anzuschauen. Vielleicht lag es daran, dass ich in den letzten Wochen so intensiv am Elena-Manuskript gearbeitet habe, aber ich fühlte mich plötzlich in die Welt des Amselhofes versetzt. Die Turnieratmosphäre, die mir ja sattsam bekannt ist, war auf einmal wieder ganz real: die Pferde auf dem Abreiteplatz, die Zuschauer in den Zelten am Rand des Turnierplatzes, Dauerregen, Matsch, die Lautsprecheransagen, die Musik zur Ehrenrunde ... und unser kleiner Lenzi als Sieger mit einer Wertnote, wie sie in meinem Buch Elenas Pferd bekommt. Heute ist auch noch Lenzis Geburtstag und ich kann mich noch lebhaft daran erinnern, wie wir ihn gekauft haben, eine kleine, mickrige Maus von 8 Monaten. Wie schnell sind die letzten viereinhalb Jahre des Hoffens und Planens jetzt vergangen, und der Traum jeden Pferdebesitzers hat sich nun erfüllt: sein eigenes Pferd mit der goldenen Schleife am Kopf!
Die ganzen wunderbaren Ereignisse der vergangenen Tage tragen sicherlich auch dazu bei, dass ich mich immer wieder frage, passiert mir das gerade wirklich - oder wache ich gleich auf, und es war alles nur geträumt?
Zur Sicherheit schaue ich dann mal kurz bei amazon vorbei, um festzustellen, dass meine tollen Leserinnen und Leser in ganz Deutschland Schneewittchen wieder auf Platz eins befördert haben. Das macht mich sehr stolz und glücklich, aber auch demütig und dankbar, denn ich weiß: so etwas ist ganz und gar nicht selbstverständlich.
In diesem Zusammenhang erinnere ich mich an ein Turnier in Wiesbaden vor vielen Jahren, als Harald und Priamos alle drei M-Springen an einem Wochenende gewonnen hatten. Irgendjemand sagte: "Merk dir das gut. Soetwas kommt nicht so häufig vor!"
Wie recht dieser Jemand hatte! Deshalb merke ich mir das alles gut. Und an den Tagen, an denen es nicht so läuft, erfreue ich mich an der Erinnerung an diese Momente.
Ich war auf einem Reitturnier in Florstadt in der Wetterau, um mir Lenzi in der Springpferde-L anzuschauen. Vielleicht lag es daran, dass ich in den letzten Wochen so intensiv am Elena-Manuskript gearbeitet habe, aber ich fühlte mich plötzlich in die Welt des Amselhofes versetzt. Die Turnieratmosphäre, die mir ja sattsam bekannt ist, war auf einmal wieder ganz real: die Pferde auf dem Abreiteplatz, die Zuschauer in den Zelten am Rand des Turnierplatzes, Dauerregen, Matsch, die Lautsprecheransagen, die Musik zur Ehrenrunde ... und unser kleiner Lenzi als Sieger mit einer Wertnote, wie sie in meinem Buch Elenas Pferd bekommt. Heute ist auch noch Lenzis Geburtstag und ich kann mich noch lebhaft daran erinnern, wie wir ihn gekauft haben, eine kleine, mickrige Maus von 8 Monaten. Wie schnell sind die letzten viereinhalb Jahre des Hoffens und Planens jetzt vergangen, und der Traum jeden Pferdebesitzers hat sich nun erfüllt: sein eigenes Pferd mit der goldenen Schleife am Kopf!
Die ganzen wunderbaren Ereignisse der vergangenen Tage tragen sicherlich auch dazu bei, dass ich mich immer wieder frage, passiert mir das gerade wirklich - oder wache ich gleich auf, und es war alles nur geträumt?
Zur Sicherheit schaue ich dann mal kurz bei amazon vorbei, um festzustellen, dass meine tollen Leserinnen und Leser in ganz Deutschland Schneewittchen wieder auf Platz eins befördert haben. Das macht mich sehr stolz und glücklich, aber auch demütig und dankbar, denn ich weiß: so etwas ist ganz und gar nicht selbstverständlich.
In diesem Zusammenhang erinnere ich mich an ein Turnier in Wiesbaden vor vielen Jahren, als Harald und Priamos alle drei M-Springen an einem Wochenende gewonnen hatten. Irgendjemand sagte: "Merk dir das gut. Soetwas kommt nicht so häufig vor!"
Wie recht dieser Jemand hatte! Deshalb merke ich mir das alles gut. Und an den Tagen, an denen es nicht so läuft, erfreue ich mich an der Erinnerung an diese Momente.
Mittwoch, den 11. August 2010 17:37
Das Leben besteht ja nicht nur

... aus schreiben und feiern. Die Arbeit will auch gemacht werden. In der Firma ist Hochsaison, jeder will grillen, überall sind Feste. Und dank Sonne und Regen wachsen sie Wiesen und mit ihnen das Unkraut. Jetzt hat mein Mann endlich landmaschinentechnisch aufgerüstet - siehe Foto. Nur praktisch - oder auch ein klein bisschen Männerspielzeug? :-) Es sei ihm gegönnt. Urlaub gibt's bei uns schließlich seit über 20 Jahren nicht.
Zu dem Traktor gab's einen MULCHER mit 1,80 Meter Schnittbreite. Es gibt auch irgendeinen landmaschinentechnischen Fachausdruck für dieses Ding, das man hinten an den Traktor dranhängt, der mir leider entfallen ist. Laienhafte Erklärung für alle, die nicht wissen, was das ist (dazu gehörte ich früher auch): Ein Mulcher ist das Nonplusultra für alle, die Wiesen pflegen müssen, denn so ein Ding häckselt alles kurz und klein, Disteln, Brennnesseln, Pferdeäpfel, Unkräuter bis hin zu Ginsterbüschen, nichts bleibt übrig. So etwas lieben Männer ...
Dienstag, den 10. August 2010 19:03
Take the best and f ... the rest
Ich höre an dieser Stelle auf eine Bloggerin, die allen Autoren rät, gelassener mit Rezensionen umzugehen. Recht hat sie, völlig recht!
In diesem Sinne: Take the best and think about the rest ... :-)
In diesem Sinne: Take the best and think about the rest ... :-)
Montag, den 26. Juli 2010 16:07
Seit Wochen ....
... schaue ich täglich bei Amazon vorbei und sehe ungläubig, wie sensationell lange sich Schneewittchen auf Verkaufsrang 1 gehalten hat. Jetzt wurde es vom Thron gestürzt! Beinahe würde ich "endlich" schreiben, aber das klingt dann ja schon beinahe ketzerisch. Trotzdem bin ich ein klein wenig erleichtert, dass es nun geschehen ist, denn es war mir echt unheimlich. Aber es war SUPERKLASSE! :-) 26 Tage lang ungeschlagen auf Rang 1, das ist grandios und wird mir unvergesslich bleiben.
Die große Hitze ist vorbei, draußen regnet es. Ein ideales Schreibwetter für mich. Ich habe in den letzten Tagen selten in meinen Blog geschrieben, zuviel war los, zuviel zu entscheiden. Die eine oder andere Entscheidung war vielleicht nicht richtig, aber trotz aller Turbulenzen für mich die einzig mögliche. Ich bin insgeheim sehr erleichtert, wenn ich an den Ärger und die Diskussionen zurückdenke. Und wer Entscheidungen trifft, muss eben das Risiko eingehen, eventuell auch mal einen Fehler zu machen. Auf der Stelle verharren ist noch schlimmer, denn dann wird man unzufrieden. Das Leben läuft schließlich auch weiter und wenn man stehenbleibt, hat es einen irgendwann mal überholt.
Ich bin wieder in der Welt von Elena und Tim. Seit Samstag habe ich 45 Seiten geschrieben und mitten in der Geschichte angekommen. Vor meinem inneren Auge sehe ich den Ponyhof, so, wie ich ihn damals erlebt habe. Und wenn ich so dranbleiben kann, bin ich in 14 Tagen mit der Rohfassung fertig um mich in den nächsten Wochen und Monaten auf Oli und Pia konzentrieren zu können. Mittlerweile habe ich auch meinen Optimismus zurückgewonnen und glaube, dass ich es schaffen kann, wieder ein spannendes Buch zu schreiben. Das wirklich Gute an Leserunden und nicht so positiven Rezensionen (lieber sind mir natürlich die 5-Sterne-Rezis!!!) ist, dass ich die Schwächen meiner Bücher klar und deutlich vor Augen geführt bekomme und mich verbessern kann. Außerdem trifft mich die Kritik nicht so heftig, wie ich befürchtet habe. Das Einzige, was ich nach wie vor nicht leiden kann, sind die KritikerInnen, die sich hinter Kunstnamen verstecken. Ist doch albern, auch wenn es das Internet eben leicht macht, unerkannt zu meckern.
So, genug geschrieben. Erwarte eine wichtigen Anruf. Bis die Tage!
Die große Hitze ist vorbei, draußen regnet es. Ein ideales Schreibwetter für mich. Ich habe in den letzten Tagen selten in meinen Blog geschrieben, zuviel war los, zuviel zu entscheiden. Die eine oder andere Entscheidung war vielleicht nicht richtig, aber trotz aller Turbulenzen für mich die einzig mögliche. Ich bin insgeheim sehr erleichtert, wenn ich an den Ärger und die Diskussionen zurückdenke. Und wer Entscheidungen trifft, muss eben das Risiko eingehen, eventuell auch mal einen Fehler zu machen. Auf der Stelle verharren ist noch schlimmer, denn dann wird man unzufrieden. Das Leben läuft schließlich auch weiter und wenn man stehenbleibt, hat es einen irgendwann mal überholt.
Ich bin wieder in der Welt von Elena und Tim. Seit Samstag habe ich 45 Seiten geschrieben und mitten in der Geschichte angekommen. Vor meinem inneren Auge sehe ich den Ponyhof, so, wie ich ihn damals erlebt habe. Und wenn ich so dranbleiben kann, bin ich in 14 Tagen mit der Rohfassung fertig um mich in den nächsten Wochen und Monaten auf Oli und Pia konzentrieren zu können. Mittlerweile habe ich auch meinen Optimismus zurückgewonnen und glaube, dass ich es schaffen kann, wieder ein spannendes Buch zu schreiben. Das wirklich Gute an Leserunden und nicht so positiven Rezensionen (lieber sind mir natürlich die 5-Sterne-Rezis!!!) ist, dass ich die Schwächen meiner Bücher klar und deutlich vor Augen geführt bekomme und mich verbessern kann. Außerdem trifft mich die Kritik nicht so heftig, wie ich befürchtet habe. Das Einzige, was ich nach wie vor nicht leiden kann, sind die KritikerInnen, die sich hinter Kunstnamen verstecken. Ist doch albern, auch wenn es das Internet eben leicht macht, unerkannt zu meckern.
So, genug geschrieben. Erwarte eine wichtigen Anruf. Bis die Tage!
Donnerstag, den 15. Juli 2010 15:50
Wenn der Postmann mehrfach klingelt ...
... dann ist es in der letzten Zeit meistens ein Päckchen vom Bücherdienst. Ich bekomme nämlich bei jeder neuen Auflage meiner Bücher zwei Belegexemplare und momentan gibt es wöchentlich neue Auflagen. Es ist unglaublich, wundervoll, großartig, toll!!!! Die ersten Auflagen von Eine unbeliebte Frau, Mordsfreunde und Tiefe Wunden waren noch vorsichtig kalkuliert, im niedrigen vierstelligen Bereich. Schneewittchen hat fünfstellige Dimensionen erreicht, die ich selbst nicht ganz begreifen kann und bereits die fünfte Auflage innerhalb von vier Wochen. Wenn mir das einer vor drei, vier Jahren erzählt hätte, ich hätte ihm einen Vogel gezeigt!
Lustige Anekdote: die Familie eines Bekannten machte Urlaub in Ägypten und hatte "Schneewittchen" als Urlaubslektüre im Gepäck. Am Hotelpool stellte der Sohn fest, dass die Liegestuhlnachbarin, die aus Düsseldorf kommt, ebenfalls Schneewittchen las. Ist das nicht absolut irre??? Ich FREU mich so und hoffe, dass ich noch ganz, ganz vielen Leserinnen und Lesern ein paar schöne, spannende Stunden bescheren kann!
Lustige Anekdote: die Familie eines Bekannten machte Urlaub in Ägypten und hatte "Schneewittchen" als Urlaubslektüre im Gepäck. Am Hotelpool stellte der Sohn fest, dass die Liegestuhlnachbarin, die aus Düsseldorf kommt, ebenfalls Schneewittchen las. Ist das nicht absolut irre??? Ich FREU mich so und hoffe, dass ich noch ganz, ganz vielen Leserinnen und Lesern ein paar schöne, spannende Stunden bescheren kann!
Sonntag, den 11. Juli 2010 10:02
Nebenschauplätze
Ich bin zwar ziemlich gut darin, abschalten und umschalten zu können, aber derzeit gibt es einfach zu viel kräftebindende Ablenkung, als dass ich mich echt auf meine Schreibarbeit konzentrieren könnte. Einen dieser Nebenschauplätze werde ich wohl in Kürze endgültig verlassen können und ich bin ausgesprochen froh darüber. Es ist zwar ein wenig traurig, wenn die Erfüllung eines lang gehegten Traumes scheitert, aber ich bin pragmatisch genug um zu erkennen, dass sich Träume manchmal eben nicht so erfüllen, wie man es sich wünscht. Da sich aber genug anderes in meinem Leben gerade in eine absolut positive Richtung entwickelt ist es nicht schlimm. Gleichzeitig kann ich innerlich mit einer großen menschlichen Enttäuschung abschließen, dem Ende einer sehr langen Freundschaft. Und aus der Distanz von ein paar Monaten betrachtet sind die Ereignisse des vergangenen Winters für mich eine ausgesprochen interessante und wertvolle Charakterstudie. Es liegen noch ein paar schwere Gänge vor mir, aber auch die werde ich meistern und dann dieses unerfreuliche Kapitel erleichtert abschließen. Das Erfreuliche und Schöne überwiegt. Ich war schon immer ein Mensch, der optimistisch in die Zukunft geschaut hat. Hadern und zurückblicken ist nicht meine Sache. Gott sei Dank.
Samstag, den 10. Juli 2010 14:47
Serienmörder
Ja, ich gebe es zu - aus gegebenem Anlass schaue ich im Augenblick öfter mal bei amazon und den anderen Buchhandelsplattform im Internet vorbei. Ist halt wirklich nett, das eigene Buch seit vierzehn Tagen auf den vordersten Rängen zu sehen und immer erwarte ich, es überholt zu sehen. Dabei schaue ich mir auch andere Bücher an und stelle erstaunt fest, dass es in diesem Sommer von perversen Serienmördern und mordenden Psychopathen zwischen Buchdeckeln nur so wimmelt. Brrrr! Eklig! Ich frage mich, warum das Interesse an solchen Geschichten so groß ist. Aber spätestens seit dem Schweigen der Lämmer haben die gestörten Killer einen gewaltigen Zulauf. Mich deprimiert das und nicht nur das, es ekelt mich. Ich mag mich aber nicht ekeln. Nicht im wahren Leben und schon gar nicht beim Lesen. Letzte Woche habe ich Martin Suters Der Koch gelesen, das war nett. Und Martin Walkers Bruno, chef de police. Feinste Unterhaltung ohne Schockeffekte, ohne Blutseen oder ausgestochene Augen oder abgehackte Gliedmaßen in Müllsäcken. Das soll nicht witzig sein, ich mache mir ernsthaft Gedanken, was an diesen Geschichten um krankhafte Wiederholungstäter so fasziniert. Ich habe keine Erklärung dafür. Die Leser kann ich noch so einigermaßen verstehen, aber die Autoren??? Niemals wollte ich mich über Wochen und Monate hinweg mit so etwas beschäftigen müssen.
Jetzt nutze ich die mörderischen Temperaturen, die einen mit gutem Gewissen in die Untätigkeit verbannen dazu, ein Buch zu lesen, ein Kofferraumleseexemplar einer Verlagskollegin, das es eigentlich noch gar nicht auf dem Markt gibt. Ätsch!!! Man hat als Autorin halt ein paar kleine Vorteile ... Ob das Buch allerdings hält was ich mir erhoffe, werde ich sehen. Aber jetzt tauche ich ab, nach ... Nordeuropa! Allen ein schönes Wochenende, mit und trotz dieser Affenhitze!
Jetzt nutze ich die mörderischen Temperaturen, die einen mit gutem Gewissen in die Untätigkeit verbannen dazu, ein Buch zu lesen, ein Kofferraumleseexemplar einer Verlagskollegin, das es eigentlich noch gar nicht auf dem Markt gibt. Ätsch!!! Man hat als Autorin halt ein paar kleine Vorteile ... Ob das Buch allerdings hält was ich mir erhoffe, werde ich sehen. Aber jetzt tauche ich ab, nach ... Nordeuropa! Allen ein schönes Wochenende, mit und trotz dieser Affenhitze!
Montag, den 05. Juli 2010 16:01
Schneewittchen geht nach Italien
Die erste verkaufte Auslandslizenz! Juhu! Schneewittchen geht nach Italien, und Oli und Pia mit ihr. Ich freue mich riesig! Ob man sich an diese Freude irgendwann gewöhnt? Das wäre auf der einen Seite traurig, auf der anderen Seite aber nicht schlecht, denn im Moment komme ich zu nichts. Mein Kopf ist nicht frei, um mich hinzusetzen und zu schreiben. Ja, auch Freude kann blockieren. Dazu noch die schreckliche Nachricht am Wochenende, der Vater einer guten Bekannten kam kürzlich gewaltsam zu Tode. Auch wenn ich über genau so etwas schreibe, so ist es doch etwas ganz anderes, wenn so etwas in der Realität und das auch noch im Bekanntenkreis geschieht. Irgendwie versuche ich jetzt, herunterzuschalten um wieder in den Schreibmodus zurückzukehren, sonst gibt es im nächsten Sommer keinen neuen Fall für Oli und Pia. Und das wär' ja schade!